Lob der schwarzen Olive

Diesen Juli ist Kolumnen-Monat. Jeden Freitag veröffentlich Basile Teberekides (Inhaber und Gründer von Vita Verde) einen Artikel in dem er Euch seine Gedanken zur Biosophie mitteilt. Diesmal das Thema – Lob der schwarzen Olive

Mythologie der Olive

Nach der Mythologie ist die Olive eine göttliche Frucht. Sie wird mit Gesundheit, Fröhlichkeit und Langlebigkeit in Verbindung gebracht. Aber nur die reif geerntete – schwarze – Olive entfaltet ihr ganzes vitalisierendes Potenzial.

Prophet der Olive

Prophet der Olive ist eine zutreffende Beschreibung für Basile Teberekides. Wenn der Pionier der Naturkost-Branche aufspringt und eine flammende Rede für den Segen schwarzer Oliven hält, dann wird klar: Dieser Mann hat eine Botschaft. Und die Quintessenz seiner Botschaft lautet: Nur die reif geerntete – schwarze Olive – entfaltet ihre gesamten gesundheitsfördernden Möglichkeiten.
Es ist ein wenig so wie bei Kirschen: nur reife Kirschen sind genießbar, unreife Kirschen sind hart und sauer. Grüne Oliven wären hart und bitter, nur dass den grünen, unreifen Oliven durch wochenlange Wasser- und Salzbäder die Bitterstoffe entzogen werden. Dadurch büßen sie Inhaltsstoffe und ihr ernährungsphysiologisches Potenzial ein. Wenn die Oliven dann auch noch pasteurisiert (das heißt auf mehr als 60 Grad erhitzt werden, um Mikroorganismen abzutöten), „kann nicht mehr von lebendiger Nahrung gesprochen werden”, klagt Basile Teberekides. Seiner Erfahrung nach sind „Lebensmittel die Trägersubstanz, die Vermittler von Lebendigem.” Wenn die Energie in Lebensmitteln im physikalischen Sinne gleichbedeutend mit Information zu setzen ist, dann müsste man alles daran setzen, die Information in den Früchten so natürlich wie möglich zu lassen.” Die Oliven von Basile Teberekides sind verschrumpelt und rabenschwarz und sie bewirken im Mund ein wahres Feuerwerk an Geschmackseindrücken.

Uralte Bäume auf Thassos

Auf der Insel Thassos in der Ägäis hat der gebürtige Grieche vor mehr als 20 Jahren einen uralten Hain an Olivenbäumen entdeckt, die zur Basis seines Geschäfts wurden. Durch die extensive Pflege der einheimischen Olivenbauern haben manche der Bäume bereits ein stolzes Alter von 2 500 Jahren erreicht. Bei der Ernte spät im Jahr werden die Oliven vorsichtig per Hand gepflückt, in Körben transportiert und direkt in die Mühle gebracht. Dort werden die Oliven sortiert und in erster Kaltpressung entsteht dann innerhalb weniger Stunden ein hochwertiges Olivenöl, nativ extra mit fein-fruchtigem, mildem Geschmack. Ein Teil der Oliven, wird vor Ort ohne sonstige Zusätze in Vakuumbeutel verpackt. Aufgrund ihres hohen Anteils an einfach ungesättigten Fettsäuren sind sie kleine Vitaminbomben. Wie die Wissenschaft her-ausgefunden hat, wirken sich Oliven positiv auf das Herzkreislaufsystem und den Fettstoffwechsel aus und können das Risiko von Diabetes und Krebs verringern.
Nach langen Versuchen hat es die Olivenmanufaktur Vita Verde auch geschafft, die Oliven zu entkernen und zu Oliven-Tapenaden zu verarbeiten. In Kombination mit Salaten oder Gemüsen regulieren sie den Körper und entfalten darüber hinaus ein satttes Aroma. Basile selbst schwört auf einfache Salate mit Heldenkraut (siehe Randspalte) und Tapenade gemischt: „Schneiden Sie einige Selleriestangen und einen halben Spitzkohl ganz fein, und fügen Sie dann einige Löffel schwarze Tapenade und Heldenkraut dazu. Die Mischung schmeckt einfach genial.”

Fruchtige Oliven vom Peloponnes

Um die schwarzen Thrumba-Oliven von der Insel Thassos durch andere Oliven-Sorten zu ergänzen, hat sich Basile Teberekides auf die Suche nach weiteren naturbelassenen Olivenbäumen gemacht. Auf dem Peloponnes – im Süden des griechischen Festlandes – ist er fündig geworden.
Die Haine dort liegen eng beieinander, stehen in über 500 Meter Höhenlage und die Olivenbäume, die dort wachsen kommen ohne künstliche Bewässerung aus. Durch die Höhenlage reifen die Früchte langsamer, sie bekommen insgesamt mehr Sonnenstunden, sie werden fester und schmackhafter als Oliven aus intensiver Bewirtschaftung. „Koroneiki-Oliven” heißt die dort geerntete Sorte und sie ist bekannt für ihre Fruchtigkeit. Sie bildet die Basis für ein fruchtiges, nicht bitteres Olivenöl.

Mit Biosophie zu verändertem Bewusstsein

Das Bewusstsein der Konsumenten für den Wert von „lebendigen Lebensmitteln” zu stärken ist eine Mission, für die sich der ehemalige Sponti Teberekides mit seiner ganzen Begeisterungsfähigkeit einsetzt. Im Februar ist er mit seiner Firma Vita Verde auf der „VeggiWorld” in Wiesbaden, der Messe für nachhaltiges Genießen, vertreten und es ist anzunehmen, dass er dort mit seiner Biosophie wieder Menschen in seinen Bann ziehen wird. Die Verbindung von „Bio” mit Philosophie ist für Basile Teberekides der Versuch, praktizierbare Weisheit in das alltäglich Leben einzubetten. Dazu gehört, auch bei der Wahl der Lebensmittel auf deren Lebendigkeit zu achten. Und bei Oliven schwarze statt grüne zu essen.

Dieser Artikel ist erstmal in der “Quell” erschienen. Den Originalartikel könnt Ihr hier nachlesen. Weitere Artikel dieser Reihe findet Ihr hier.